Freunde der Staßfurter
Rundfunk- und Fernsehtechnik e.V.

Neues

Die Geschichte eines LOEWE Ortsempfängers OE333

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17/06/20 16.06.2020         Der Apparat ist in der Zeit von 1926 bis 1928 gebaut worden und kostete damals etwa 40,- RM. Er wurde bestimmt einige Zeit benutzt und dann durch ein moderneres Radio ersetzt. Wahrscheinlich kam er dann in einen Keller oder auf den Dachboden. Irgendwann hat Jemand diesen Apparat entdeckt und für Bastelzwecke „ausgeschlachtet“. So kam der Rest des Gerätes auf einen Berliner Flohmarkt. Jürgen Recke hat dieses ausgeschlachtete Gerät dann Ende der 90ziger Jahre für 5,-DM erworben. Der Zustand war erbärmlich. Die Röhre mit Fassung fehlte, ebenfalls auch der Boden und das Kabel. Auf der oberen Seite und an der Seitenfront waren zusätzliche Löcher gebohrt. Die Skalenscheibe für die Abstimmung war korrodiert. Alles in Allem war es Schrott, man konnte aber erkennen, dass es einmal ein LOEWE OE333 Ortsempfänger war. So kam das Gerät in die Hände von Gerald Gauert. Er meinte, ich mache etwas daraus. Er verschloss die nicht benötigten Löcher im Gehäuse, erneuerte die Skalenscheibe, fertigte den Koppler für die Spulen neu an, schuf die Leitungen für die Spannungen, setzte den passenden Betriebsschalter ein und steckte zwei originale Honigwabenspulen drauf. Auch der Boden für das Gehäuse wurde neu. Nun stand der Funktionstest an. Die spezielle 3-fach Röhre wurde in die Fassung gesteckt, ein Lautsprecher angeschlossen und das Gerät mit den notwendigen Spannungen versorgt. Ein Hilfssender stellte ein AM-Signal mit Musik aus den 20er Jahren bereit. Mit dem „EIN-AUS-Schalter für die Heizspannung der Röhre wurde das Gerät eingeschaltet. Man hörte ein rauschen und nach Abstimmung mit dem Drehkondensator den zu empfangenen Sender.         HURRA , er funktioniert! Welche Freude. Jetzt ist das Gerät in unserer Dauerausstellung zu besichtigen.

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Das Nipkow - Patent von 1884

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08/01/20 04.01.2020 Am heutigen Tag wurde die Ausstellung um ein weiteres Exponat zur Veranschaulichung der technischen Entwicklung des Fernsehens bereichert. Es handelt sich um ein Modell mit dem die Funktionsweise der Bildzerlegung, Übertragung und Bildaufbau mittels spiralförmig gelochter, rotierender Scheiben praktisch vorgeführt werden kann. Dieses Prinzip beruht auf der Patentschrift „Elektrisches Teleskop“ von dem Erfinder Paul Nipkow aus dem Jahr 1884 und wurde von ca. 1925 bis 1931 für die Übertragung bewegter Bilder genutzt. Die Senderseite wird mit einer bemalten Transparentfolie bestückt und durch Drehung an einer Kurbel erscheinen in dem Sichtfenster auf der Empfängerseite in Abhängigkeit von der Drehzahl zuerst veränderliche Lichtpunkte, dann einzelne Bildzeilen bei etwa 3 Umdrehungen pro Sekunde (entspricht ca. 12,5 Bilder pro Sekunde) ein vollständiges Abbild der bemalten Folie. Hergestellt wurde der detailgetreue, präzise und aufwändige Nachbau des Models vom Vereinsmitglied Gerald Gauert.

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Sonderausstellung 50 Jahre Color 20

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29/10/19 Seit dem 3.10.2019 präsentieren wir eine Sonderausstellung zum Thema Color 20, 50 Jahre Farbfernsehen in der Deutschen Demokratischen Republik. Zur Einführung des Farbfernsehens am 3.10.1969 durch das 2. Fernsehprogramm, pünktlich zum 20. Jahrestag der DDR wurden die ersten Farbfernsehgeräte vom Typ Color 20 in den Handel gebracht. Die Ausstellung zeigt zusätzlich zu funktionstüchtigen Geräten auch eine Dokumentation über Schwierigkeiten und Lösungen bei der Entwicklung und Produktion. Unsere kompetenten Zeitzeugen und Mitglieder freuen sich auf interessante Gespräche mit unseren Besuchern.

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Licht und Kraft T5

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18/09/18 Seit einigen Tagen schmückt ein besonderes Gerät die Staßfurter Dauerausstellung. Das Exponat stammt aus dem Privatbesitz eines Vereinsmitgliedes, der das gute Stück für kurze Zeit auf diese Weise auch anderen Besuchern und Interessierten zugänglich macht. Das Radio Stassfurter Licht und Kraft T5 (sogenannter "Graf Luckner Apparat") wurde vor ca. 15 Jahren von einem Antik-Händler erworben, der es nach eigener Aussage aus dem Magdeburger Umland bekommen hat. Weitere Infos zur Herkunft gibt es leider nicht. Das Gerät war technisch in hervorragendem Zustand und musste lediglich gereinigt, zwei Widerstände gewechselt und mit den richtigen Röhren bestückt werden. Das Radio, Baujahr 1926 ist voll funktionstüchtig und mit einer 10 Meter Langdrahtantenne sind in den Abendstunden einige europäische Sender zu empfangen. Das Gehäuse war in sehr schlechtem Zustand, alle Leimverbindungen waren gelöst, das Furnier teilweise lose und eine Seitenwand war um ca. 4mm geschrumpft, so dass die Türen nicht mehr verschlossen werden konnten. Das Gehäuse wurde aufwendig unter bestmöglicher Erhaltung des Originalzustandes restauriert. Das lose Furnier wurde mit Knochenleim fixiert, der Schwund durch Einfügung einer Eichenholzleiste ausgeglichen und der Lack in Teilbereichen mit Sanding Sealer (porenfüllende Grundierung auf Schelllackbasis) und Schelllack neu aufgebaut. Zum Betrieb dieses Gerätes sind ein 4 Volt Akkumulator für die Röhrenheizung, eine 100 Volt Anodenbatterie und ein externer hochohmiger Lautsprecher erforderlich. Im Herstellungsjahr 1926 wurden noch überwiegend Trichterlautsprecher verwendet, bei denen der Schall einer kleinen elektromagnetischen Hörkapsel wie auch in den damaligen Grammophonen über einen Exponentialtrichter akustisch verstärkt wird.  

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